eine geöffnete FestplatteProzessoren werden immer schneller, Grafikkarten liefern immer realistischere Bilder und der Arbeistspeicher scheint unbegrenzt. Die Innovation macht aber am Desktop auch nicht Halt vor dem Speicherplatz. In diesem Beitrag werden die aktuellten Technologien und Entwicklungen kurz vorgestellt.







Klassische Festplatten

Herkömmliche Festplatten bauen nach wie vor auf Magnetplatten auf. Große Unterschiede gibt es bei den erhältlichen Modellen in Sachen Geschwindigkeit, Geräuschpegel, Speicherplatz und Schnittstellen. Der Faktor Geschwindigkeit spielt eigentlich keine allzu große Rolle mehr, da Desktop-PCs mit ausreichend Arbeitsspeicher ausgestattet ist. Der Geräuschpegel ist sehr subjektiv und kann vor allem bei Desktop-PCs, die am Tisch aufgestellt werden, ausschlaggebend sein. Die meisten Festplatten sind jedoch so gebaut, dass die Vibrationen mithilfe elastischer Elemente gut absorbiert werden. Dennoch können günstigere Modelle schon ein störendes Geräusch entwickelen. Hier gilt es auf die Rezensionen im Internet zu achten. Bei den Schnittstellen unterscheidet man zwischen IDE, SCSI und SATA. IDE-Schnittstellen gelten schon als veraltet, während die modernere Serial-ATA (SATA) hohe Übertragungsraten mit bis zu 150 MB/s bieten. Diese Geschwindigkeitsunterschiede machen sich vor allem bei Einsatz in RAID-Systemen bemerkbar. SCSI werden so gut wie nur in Server-Umgebungen eingesetzt, für Desktops sind sie nicht relevant, da die meisten Mainboards nicht dementsprechend ausgestattet sind.

Für externe Festplatten sind zudem noch die Schnittstellen Firewire und USB nennenswert. Firewire S3200 bietet Übertragungsraten von bis zu 3,2 Gbit/s. Platten mit diesem Anschluss gibt es aber kaum. Wesentlich üblicher sind Festplatten mit USB 2.0 oder dem neuen USB 3.0-Standard. USB 3.0 verspricht Datenübertragungsraten bis zu 640 MB/s, während USB 2.0 mit 480 MB/s arbeitet.

Weiters interessant sind aktuelle Festplatten mit eSATA- und Thunderbolt-Anschlüssen. eSATA entspricht der SATA-Technologie, wurde aber speziell für externe Festplatten entwickelt. Thunderbolt ist der neueste Streich von Intel und Apple. Es ist eine universielle Schnittstelle für Festplatten, Kameras, Monitore und mehr. Die Datentransferrate erreicht bis zu 10 Gbit/s, eine beachtliche Geschwindigkeit.

Neue Flash-Speicher

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Festplatten haben Flash-Speicher keine magnetischen oder optischen Bauteile, sie arbeiten mit nichtflüchtigen Speichern. Die Kapazität dieser Speichermedien ist derzeit (theoretisch) mit etwa 5 TB begrenzt. Im Bereich der Speicherplatzlösungen für Desktop-PCs gibt es derzeit so genannte SSD-Platten (Solid State Disks) am Markt. SSDs bieten viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Festplatten, sind aber auch dementsprechend teurer in der Anschaffung. Da die empfindlichen Schreib- und Leseköpfe wegfallen, zeichnen sich die SSDs durch eine hohe Stoßfestigkeit aus. Zudem sind sie resistent gegen Temperaturschwankungen. Hinzu kommt die hohe Geschwindigkeit, ein großer Vorteil gegenüber mechanischen Festplatten. SSDs sind außerdem sehr leise und perfekt als Partition für Betriebssysteme, da dadurch die Geschwindigkeit des Systems erheblich gesteigert werden kann.

Es gibt auch so genannte Hybridfestplatten. Dabei werden herkömmliche Festplatten mit SSDs kombiniert. Diese bieten also das beste aus beiden Welten. Hier werden etwa 4 bis 8 GB Flash-Speicher in Symbiose mit einer größeren, mechanischen Festplatte verbaut. Diese Hybridlösungen befinden sich aber noch vor dem großen Durchbruch.

Quelle des Artikelfotos. MJP-Photographs – Fotolia.com

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