Na herrlich, noch eine neue Produktkategorie … Nach Notebooks, Netbooks, Subnotebooks, Convertibles und Tablets jetzt also Ultrabooks. Eigentlich ist die Bezeichnung eher ein Marketing-Gag von Chiphersteller Intel, der damit in Konkurrenz zu dem seinerzeit neuen MacBook Air von Apple treten wollte. Genau genommen war das Macbook Air auch das erste Ultrabook auf dem Markt, denn Intel schielte bei seiner neuen Geräte-Generation genau Richung Apple: sehr flach, sehr leicht, sehr kompakt sollten die Rechner sein. Alles ultra, eben.

Was ist denn nun ein Ultrabook?

Was nun genau ein Ultrabook ausmacht, hat Intel festgelegt: Unter anderem muss ein Intel-Prozessor verbaut sein (logisch) und das Gerät darf eine Dicke von 21 Millimetern nicht überschreiten. Ab diesem Jahr sollen alle neuen Ultrabooks auch mit einer USB 3.0-Schnittstelle ausgestattet sein. Beim Datenspeicher setzen die kleinen Rechner auf die Solid-State-Drive-Technologie (SSD), bei der die herkömmliche Festplatte durch einen Flashspeicher ersetzt wurde. Somit besitzen Ultrabooks Fähigkeiten, die man eigentlich nur von Tablets kennt, etwa schnelles Aufwachen aus dem Standby-Modus sowie Standby-Zeiten von bis zu einem Monat.



Neuartiges Gehäuse

Der chinesische Hersteller Lenovo setzt bei seinem neuen Ultrabook-Modell ThinkPad X1 Carbon auf ein neuartiges Gehäuse. Statt wie viele andere ein Aluminium-Chassis zu verwenden (und somit Apples MacBook Air nachzuahmen), verbaut Lenovo Karbonfasern. Diese sollen ebenso stabil sein wie Aluminium, aber deutlich weniger wiegen. Im Vergleich zu X1-Vorgängerversionen konnte das Gewicht tatsächlich von ca. 1,75 Kinogramm auf etwa 1,36 Kilogramm gesenkt werden. An seiner dicksten Stelle misst das Carbon-Ultrabook gerade mal 18 Millimeter. Angetrieben wird das Gerät durch einen Intel-Prozessor der neuen Ivy-Bridge-Generation mit Geschwindigkeiten von 1,7 bis 2,0 Gigahertz. Der SSD-Festspeicher wird mit einem Fassungsvermögen von bis zu 256 Gigabyte (GB) ausgeliefert, der Arbeitsspeicher liegt bei 4 oder 8 GB. Das 14-Zoll-Display (35,6 Zentimeter) ist spiegelfrei und hat eine Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten sowie ein Kontrastverhältnis von 700:1. Allerdings ist der Bildschirm nicht, wie bei früheren X1-Modellen, durch kratzfestes Gorilla-Glas geschützt. Das gesamte Display lässt sich um 180 Grad in die Horizontale bewegen, was bei Präsentationen nützlich sein kann.

Trackpoint und Touchpad

Das Thinkpad kommt mit einer Tastatur, in die, wie bei Lenovo üblich, ein roter Trackpoint als Mausersatz eingebaut ist. Unter der Tastatur befindet sich noch ein Touchpad (10 x 6,3 Zentimeter). Zum Anschließen von weiteren Geräten bietet das X1 Carbon zwei USB-Schnittstellen, eine davon für den neuen, schnellen USB 3.0-Standard. Ferner gibt es ein Laufwerk für SD-Speicherkarten und einen Mini-Display-Port für einen externen Monitor. Nach einem HDMI-Stecker sucht man also vergeblich. Die Akkulaufzeit wird vom Hersteller mit über acht Stunden angegeben, erste Praxistests sprechen allerdings eher von drei bis fünf Stunden. Nützlich ist Lenovos Rapid-Charge-Technologie, die in nur 35 Minuten den Akku bis zu 80 Prozent auflädt. Je nach Ausstattung betragen die empfohlenen Verkaufspreise bei 1900 bis 2200 Euro, die Straßenpreise liegen aber teilweise deutlich darunter. Wenn Sie sich jetzt für das Lenovo Thinkpad X1 Carbon oder andere Ultrabooks interessieren – hier finden Sie aktuelle Ultrabooks mit SSD-Speicher im Test.

Artikelbild stammt von: saginbay – Fotolia

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