Wissenswertes über Crucial M4Marvell ist die Consumermarke des renommierten Flash- und SSD-Herstellers Micron, der die Fachwelt mit dem Crucial C300 beeindruckte, dem ersten SATA-6 Gb/s-fähigen SSD. Das überzeugte mit Geschwindigkeiten, die vorher nicht erreicht werden konnten. Jedoch ist dieses heute kein Alleinstellungsmerkmal mehr, andere Hersteller haben nachgezogen, und auch das Crucial M4 bietet 6 Gb/s.

Controller als Maß der Dinge

Jede SSD kann nur so schnell und effizient arbeiten, wie der Controller und dessen Firmware sie steuert. Entscheidend sind die Reserven, die der Hersteller vorsieht, damit auch unter Volllast die anstehenden Operationen vorgenommen werden können. Auch die Software ist wichtig, denn sie regelt die gleichmäßige Verteilung der Datenblöcke auf den Flash-Speichermodulen, die dadurch länger halten. Der Crucial M4 wird mit einer Firmware ausgeliefert, in die Erfahrungen aus dem C300 eingeflossen sein dürften. Damals kam es noch zu Inkompatibilitäten der SSD mit anderen Bauteilen, dieses soll mit dem M4 der Vergangenheit angehören. Testergebnisse zeigen, dass dieses Vorhaben durchaus gelungen ist, die Zugriffraten sind besonders bei großen Dateien höher als bei SandForce-Controllern.



Dank Firmwareupdate noch mehr Leistung

Mittlerweile hat Micron zudem ein Update für die Firmware verteilt, das die Leistung des SSD noch einmal erhöht. Es enthält natürlich auch Bugfixes, aber eben auch eine Verbesserung der Datenzugriffsraten. Diese konnten in Tests um bis zu 20 Prozent gesteigert werden, auch wenn unklar ist, ob das bei einem Einsatz in Desktop-Systemen auch spürbar wird; die im Test nachgewiesenen Leistungssteigerungen sind also eher theoretischer Natur. Dafür bietet die Crucial M4 Reserven, die sie auch für anspruchsvollere Aufgaben einsetzbar macht.

Günstig zu SATA-6 Gb/s

Insgesamt ist die Crucial M4 ein preiswertes Modell mit einer Leistung, die sie auch für den Desktopbereich empfiehlt. Allerdings ist es für Systeme ohne TRIM auch nach dem Firmware-Update nur begrenzt zu empfehlen, die Garbage Collection des SSD ist nicht optimal und die Transferraten können so einbrechen. Weitere Details und mehr über Solid-State-Drive auf http://www.ssdtest.org/.

Foto: Fribourg – Fotolia

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