Eine externe FestplatteBereits seit Jahren gilt für Festplatten aus technischen Gründen eine Obergrenze von maximal 3 Terabyte (TB) Kapazität, nun setzt Hersteller Seagate alles daran, diese Grenze zu knacken. In einem ersten Schritt soll die Kapazität auf 5 TB, später sogar auf 25 TB gesteigert werden. Möglich wird dies nur durch eine komplett neue Anordnung der bisherigen Datensätze.


Entscheidende Vorteile helfen der neuen Technologie zum Durchbruch

Bei den neuen Festplatten ändert sich für die Verbraucher außer der höheren Kapazität nicht viel, denn sämtliche Anschlüsse und Verbindungen orientieren sich an den heutigen Standards. Eines der Hauptprobleme bei den bisher eingesetzten Verfahren sind einfache die physikalischen Regeln, die es unmöglich machen, die bereits vorhandenen Verfahren noch weiter zu miniaturisieren und dadurch den Speicherplatz zu steigern. Aus diesem Grund geht Seagate in eine andere Richtung, die gleichzeitig auch die Zuverlässigkeit erhöhen und die Fehlerquote senken soll. Dadurch kann die Datenmenge in einem ersten Schritt um 25 Prozent pro eingesetzter Scheibe gesteigert werden, so dass erst einmal Laufwerke mit 5 GB in Serie produziert werden könnten. Für den Durchbruch ist die Tatsache besonders wichtig, dass keine Umstellungen in der Produktion erforderlich werden.



Eine neue Anordnung schafft neuen Speicherplatz

Herzstück der neuen Technologie ist das von Seagate Shingled Magnetic Recording genannte Verfahren, das am ehesten mit der Konstruktion eines Daches aus Dachziegeln verglichen werden kann. Wurden bisher die Daten in einem einzigen Track gespeichert, sollen sie in Zukunft in mehreren übereinander liegenden Datenspuren festgehalten werden. Ein Problem dabei ist jedoch, dass die physikalische Größe der Leseköpfe größer als die der einzeln Spuren ist, weshalb bei einer mehrschichtigen Lagerung immer auch mehrere Reihen neu geschrieben werden müssen. Seagate fasst diese nun in genau definierte Bänder zusammen, die gezielt angesteuert werden können. Das erhöht nicht nur die Geschwindigkeit, sondern minimiert auch die Anzahl der Lese- und Schreibzugriffe. Dies ermöglicht in einem ersten Schritt die Ausdehnung auf 5 TB Speicher, soll in Verbindung mit anderen neuen Technologien aber die heutige Maximalgröße nahezu verzehnfachen.

Erste Modelle werden bereits ausgeliefert

Entscheidend für eine schnelle Umstellung der Produktion ist die Fähigkeit, mit bereits bestehenden Anlagen arbeiten zu können. Gerade in diesem Bereich zeigt sich eine der Stärken des neue Shingled Magnetic Recording – da vorhandenen Leseköpfe verwendet werden können, ist eine Einführung während des laufenden Betriebs problemlos möglich. Eine Million Festplatten wurden mittlerweile bereits ausgeliefert. Bewähren sich diese, dürfte es das Ende des bisherigen Designs und der Einstieg in neue Speichergrößen darstellen.

Das Artikelfoto: Spectral-Design – Fotolia

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