Videospiel-Nostalgie auf dem PC: Der MAME-SpielesimulatorVideospiele reanimiert: Wer gern mal wieder mit den alten Arcade-Spielen aus den Siebzigern, Achtzigern und Neunzigern daddeln möchte, kann das am PC tun. Möglich wird das durch MAME, einem Open-Source-Projekt.




Wie funktioniert das Prinzip?

MAME ahmt die gesamte Hardware eines Spielautomaten via Software nach. So bekommt der Spieler die Illusion, vor dem alten Videospiel zu sitzen – einschließlich einer heute recht archaisch anmutenden, aber authentischen Spielegrafik. Peripheriegeräte wie Joypads können diesen nostalgischen Eindruck noch erhöhen. Selbst wer nur einen Computer mit schwacher Rechenleistung besitzt, kann das Gros der bis 1988 erschienen Spiele flüssig am heimischen Monitor erleben. Schwieriger wird es bei Spielen neueren Datums. Das liegt daran, dass jeder der vielen Prozessoren einer alten Arcade-Platine von einer einzigen PC-CPU emuliert werden muss. Zu den Spielen, die potentere Hardware voraussetzen, gehören „Ridge Racer“ oder auch „Tekken“.



Hardware-Emulationen seit den Neunzigern

MAME („Multiple Arcade Machine Emulator“) ist ein Open-Source-Projekt, das von Nicola Salmoria 1996 ins Leben gerufen wurde. Er begann zu diesem Zeitpunkt, diverse Simulatoren für Arcade-Spielautomaten zu schreiben, die die alte Hardware perfekt für den PC simulieren sollten. Das erste Programm erschien bereits im Frühjahr 1997. Seitdem ist das Team des Projekts um mehr als 100 Mitglieder angewachsen. 2012 unterstützte MAME bereits 8.726 Videospiele. Allerdings werden nur solche emuliert, die auf einem programmierten Mikroprozessor beruhen. Ganz alte Spiele mit Transistor-Schaltungstechniken aus den Siebzigern werden nicht unterstützt. Zu ihnen gehören solche Spiele wie zum Beispiel „Breakout“ oder „Pong“.

Natürlich gibt es heute Online-Alternativen, wenn es ums Zocken geht: Zum Beispiel die Alles spitze-App für eine Slot Machine, die früher nur in Merkur-Spielotheken gespielt werden konnte. Heute kann man mit ihr überall daddeln – dem Smartphone sei Dank.

Alte Spiele wieder zum Leben am Computer erweckt

Der Begeisterung alter Arcade-Spieler ist es zu verdanken, dass das MAME-Projekt lebt, wächst und gedeiht. Selbst komplett verloren geglaubten Videospielen wurde wieder neues Leben eingehaucht. Zu ihnen gehören für den Insider so klingende Namen wie Asteroids, Galaga oder Polyplay. Dabei ist MAME nicht allein auf das Windows-Betriebssystem beschränkt: Es sind Portierungen auf fast alle anderen Betriebssysteme möglich. Zudem hat sich rund um das MAME-Projekt in den letzten Jahren eine kleine Anbieterszene entwickelt, die besondere Automatengehäuse, Original-Joysticks und Schnittstellen-Software zur Kopplung von Automaten und dem Computer herstellt und vertreibt.

Ziel des Projekts ist es letztendlich, diese goldene Zeit der Videospiele nicht unter den Spieltisch der Geschichte fallen zu lassen.


Bild: Pixabay, 1332694, Perlinator

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